Zahlung erfolgt?
Eine moderne Methode, um an fremdes Geld zu kommen.
Was macht ein ordentlicher Kaufmann, nachdem seine Rechnung bezahlt wurde?
Er bedankt sich. Zu Zeiten des Internets ganz einfach, wenn das Geld bei ihm eingegangen ist. Ob er dann eine bestellte Ware auch liefert, ist ein anderes Thema; aber das steht hier nicht zur Diskussion. Zur Diskussion steht auch nicht, ob per Vorauskasse bezahlt wurde, wie es üblich bei großen Versandhändlern ist.
Hier geht es darum, wenn 'auf Rechnung' bestellt wurde - und mit manueller Überweisung gezahlt wird. Überweisung nach alter Väter Sitte mit einem der gelieferten Ware beiliegendem Überweisungsschein.
Angeblich für den Käufer die sicherste Methode - sofern alles seinen gedachten Gang geht.
Geht die Zahlung nicht beim Verkäufer ein, wird er sich schon melden mit einer Mahnung.
Die Anweisung zur Zahlung wurde erstellt und per Brief an die Bank verschickt? Und genau hier liegt der Hund begraben.
Was ist wenn er nie bei der Bank ankam? Wenn er unterwegs verschwand?
Ups, das passiert? Natürlich, es verschwinden mittlerweile ganze LKW-Ladungen. Rauschift macht erfinderisch.
Nagut, nochmal ne Überweisung - und gut ist.
Falsch, ganz falsch. Falscher gehts gar nicht.
Wo nämlch landete der erste Brief?
Der Brief, der die Zahlungsanweisungen, die Kontonummern und als Zugabe noch die Unterschrift im Original enthält.
Bei einem CopyKünstler, der nichts weiter zu tun braucht, als wieder eine neue, andere Zahlungsanweisung zu erstellen. Empfängerkonto ist allerdings ein anderes, welches wohl?
So blöde kann doch keiner sein, sich selbst mit seinem eigenen Konto ans Messer zu liefern. Nein, so dumm ist auch keiner.
Die haben ein 'Schattenkonto', das jemand anderem gehört. Jemandem, der auf das Gift von seinem Lieferanten angewiesen ist.
Der macht ALLES, um an neue Ware zu kommen.
Und wen stört es schon, wenn der in den Knast kommt, wenn er auffliegt? Hauptsache er liefert die eingegangene Summe ab.
Für den Zahlenden aber ist das Geld weg.
Es kam auch nicht beim Verkäufer an, und der wird natürlich zurecht böse.
Spätestens ab jetzt wird es interessant; denn die Summe, die in die falschen Hände gelangte, ist natürlich wesentlich höher als die ursprüngliche Rechnungssumme.
Wenn schon - denn auch ordentlich hinlangen. Und die Bank hält sich bedeckt, weil sie nur ausführendes Organ ist.
Folgerung
Bedankt sich der Verkäufer nicht zeitnah für die Zahlung, sofort das eigene Konto dichtmachen: TelNr 116116. Tag&Nacht ein Automat.
Ein Brief mit diesen Daten ist mittlerweile ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor. Für meine persönlichen Begriffe zwar immer noch machbar, aber mit Risiko überschattet.
Ist es deshalb nicht doch gescheiter, vom
gewohnten, 'sicheren' Papierkram auf Internetbanking umzusteigen?
Die Sicherheit dabei ist um einige Stufen höher, solange Mensch sich nicht mit irgendwelchen Intrigen persönlich übertölpeln lässt.
Deswegen niemals Zugangsdaten herausgeben, auch und ganz besonders nicht irgend einer angeblichen Bank.
Diese Sicherheitsvorkehrungen werde ich hier natürlich nicht erläutern. Ich werde nur erwähnen, dass ich einige Jahre bei einer bekannten Sparkasse im elektronischen Zahlungsverkehr zugange war.